Demian
Gattas

Demian<br />Gattas

Steckbrief

Name: Demian Gattas

Alter: 26 Jahre

Unterrichtet dich in: E-Bass, elektrische Gitarre, akustische Gitarre, Ukulele

Ausbildung: Popakademie Baden-Württemberg, Hochschule der Künste Bern (Jazzschule Bern)

Spielt Gitarre seit: 15 Jahren

Gitarrenlehrer seit: 3 Jahren

Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch

Styles: Funk, Rock, Soul, Cumbia, Salsa, Afrobeat, Singer-Songwriter, Pop, Jazz, Blues, Disco, traditionelle Musik

Einflüsse: Victor Wooten, Diego Arnedo (Divididos), Pedro Aznar, Pepe Bao (O Funkillo), John Deacon (Queen), Donald „Duck“ Dunn (Blues Brothers, Stax), Avishai Cohen, Fernando Lamadrid, Scott Devine, Screaming Headless Torsos, Herbie Hancock, Rolling Stones....

Interview

Wie bist du zum E-Bass und zur Gitarre gekommen?
Im Alter von 13 Jahren wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass bei Rock und Blues nebst Schlagzeug und Gitarre noch ein anderes Instrument klingt. Das war der E-Bass. Dieses Klangerlebniss stellte für mich klar, dass ich genau diese tiefen Töne spielen wollte. Dazu gesellte sich mit 16, als ich in die Schweiz zog, noch die Gitarre, vor allem weil diese an jedem Lagerfeuer verfügbar war....

Was fasziniert dich am E-Bass?
Der Umstand, dass ich mit dem Bass im „Cockpit“ der Musik sitze und mit teils sehr minimalen Veränderungen der Spielweise das musikalische Geschehen beeinflussen kann. Die Rolle des Bassisten ist eine verantwortungsvolle, ich bringe beim Spielen vor allem die anderen zum glänzen. Ich empfinde das auch als eine erstrebenswerte lebensphilosophische Einstellung.

Was hat dir beim Üben am meisten geholfen?
Die Geduld, um komplexe Abläufe in überschaubare „Portionen“ zu unterteilen, die einzeln perfektioniert werden und dann wieder „zusammengeschraubt“ werden. Dazu sehr viele Pausen, um nicht durchzudrehen. Spass ist die wichtigste Ressource von jeder Art von Schaffensprozess.

Worauf achtest du besonders beim Unterrichten?
Mein Unterricht hat 3 Pfeiler. Erstens Gehörbildung: Das ist das Training der abstrakten Fähigkeit, Musik wahrzunehmen und einzuordnen. Zweitens die Improvisation, also die Fähigkeit, musikalische Ideen sofort ausdrücken zu können. Und drittens der Spass, denn ohne den macht Musik keinen Sinn.

Was war bis anhin dein tollstes Erlebnis als Musiker?
Es gibt eines, das immer besteht. Es ist der zeitlose Raum in den man sich begibt, wenn man mit Musikern verbunden ist und zusammen spielt. Du triffst die Note gleichzeitig mit der SchlagzeugerIn ohne sich anzuschauen. Diese Magie ist der Grund, wieso ich Musik spiele.

Auf welchem Equipment spielst du am liebsten?
Ändert sich bei mir nach Lust & Laune, aber hängt auch von der Situation ab. Bei akustischen Konzerten, wenn ich mehr Solos spiele und Platz habe, präferiere ich einen Jazz Bass oder ähnliches. Mit Schlagzeugern und lauten Gitarren habe ich lieber Precision Bässe. Für Strassenmusik oder wenn ich viel reise, mag ich Bässe mit kurzen Mensuren. Dann schlage ich nicht permanent mit der Kopfplatte gegen Zugtüren. Ich spiele Verstärker von MarkBass, Gallien Kruger und Roland.

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?
Ich bin sehr gerne unter Menschen, rede viel, lache viel. Familie und Freunde sind das wichtigste, ohne sie bin ich arm. Im Gegenzug reise ich manchmal gern alleine zu Fuss und mit Zelt, um den Kontakt zu mir selbst wiederherzustellen.

Links/Videos